Projekt

Motivation

Die „Letzte Meile“ bzw. „Last Mile“ bezeichnet innerhalb der Distributionslogistik den letzten Lieferkettenteil, bei dem die finale Warenübergabe an den Kunden erfolgt. Die Last Mile Logistik zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus, da bedingst durch den Online-Handel zunehmend kleinere Aufträge und Sendungen über kurze Distanzen in kleinen Transportfahrzeugen befördert werden. Die „Letzte Meile“ ist somit durch hohe Kosten, geringe Effizienz und eine erhebliche Umweltbelastung gekennzeichnet. Der durch das stetig wachsende Transport- und Verkehrsaufkommen insbesondere in den städtischen Gebieten zunehmende Verkehr führt zu vielfältigen Herausforderungen wie Staus, Lärm, Emissionen von Treibhausgasen und Schadstoffen sowie einem erhöhten Sicherheitsrisiko durch Unfälle.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist eine Grundlage für die Erreichung nachhaltiger Effekte auf der letzten Meile der Einsatz von innovativen und umweltschonenden Logistiksystemen. Insbesondere der Einsatz elektrisch-betriebener Fahrzeuge und Mikro-Hub-Strukturen findet dabei mehr und mehr Anwendung in der Praxis und verspricht Verbesserungen der Auswirkungen auf bspw. Emissionen, Logistikkosten und Verkehrsbewältigung. Klimaneutrale (elektromobile) Zustellsysteme unterscheiden sich gegenüber herkömmlichen Systemen in ihrer technischen Leistungsfähigkeit, ihren Infrastrukturanforderungen und ihren Kosten. Ein vollständiger Ersatz im Sinne einer klimaneutralen Last-Mile-Logistik ist sowohl technisch als auch wirtschaftlich möglich, erfordert aber ein passgenaues Design für die Kombination der Zustellsysteme und zugehöriger Infrastruktur bezogen auf die spezifischen Gegebenheiten in den jeweiligen Zustellgebieten.


Ziel des Projekts

In einem Open Data Ansatz soll für die 80 größten deutschen Städte auf Basis heterogener Daten (Raumstrukturdaten, Zustelldaten RytleX, Verkehrsflussdaten etc.) eine Anwendung für das (teil-) automatisierte Design eines klimaneutralen Last-Mile-Logistiksystems geschaffen werden. Grundlage bildet ein Modulbaukasten, u. a. bestehend aus Mikro-Hubs, E-Transportern und Lastenfahrrädern, mit dem für jede Stadt eine individuelle Kombination verschiedener Zustellsysteme inkl. Infrastruktur erarbeitet werden kann.


Projektablauf

Zunächst werden die Datenbedarfe hinsichtlich Beschreibung der Zustellsysteme und -gebiete in Hinblick auf einen Matching-Prozess ermittelt. Hierzu zählen u. a. Raumstrukturdaten, Logistikmarktdaten, Verkehrsdaten, sozio-demografische Daten, Infrastrukturdaten und Umwelt- und Wetterdaten. Zudem erfolgt eine Erfassung des Modulbaukastens in Bezug auf verschiedene Zustellsysteme und Hub-Varianten.

Hierbei wird auf die Erkenntnisse zu Datenzusammenhängen zwischen regionalen Verkehrssystem (Stadt) und Mobilitätssubsystem (hier Last-Mile-Logistik) aus den mFUND-Vorgängerprojekten ZMo und SIP aufgebaut.

Daraufhin werden die Anforderungen an die Anwendung definiert und eine Softwarearchitektur erarbeitet.


Erwartete Ergebnisse

Zunächst werden die Datenbedarfe hinsichtlich Beschreibung der Zustellsysteme und -gebiete in Hinblick auf einen Matching-Prozess ermittelt. Hierzu zählen u. a. Raumstrukturdaten, Logistikmarktdaten, Verkehrsdaten, sozio-demografische Daten, Infrastrukturdaten und Umwelt- und Wetterdaten. Zudem erfolgt eine Erfassung des Modulbaukastens in Bezug auf verschiedene Zustellsysteme und Hub-Varianten.

Hierbei wird auf die Erkenntnisse zu Datenzusammenhängen zwischen regionalen Verkehrssystem (Stadt) und Mobilitätssubsystem (hier Last-Mile-Logistik) aus den mFUND-Vorgängerprojekten ZMo und SIP aufgebaut.

Daraufhin werden die Anforderungen an die Anwendung definiert und eine Softwarearchitektur erarbeitet.


Die Projektförderung

Das Projekt wird im Rahmen der Bekanntmachung „mFUND“ aus Mittelns des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Juni 2024 bis Mai 2027.

Hier finden Sie den GDA-Projektsteckbrief.